Das Handwerk

Die Leistungsfähigkeit des örtlichen Handwerks ist geprägt durch eindrucksvolle, historische Relikte und dem Willen sich durch die Ausbildung junger Menschen auch zukünftig stetig weiterzuentwickeln!

Im Werra-Meißner-Kreis baut das Handwerk wie anderenorts auch auf einer traditionsreichen Vergangenheit auf. Innungszusammenschlüsse und Anteil von Zunftvertretern der Bäcker, Metzger, Schuhmacher, Lohgerber, Leinweber und ähnliches an den Stadtregierungen sind schon aus dem 14. und 15. Jahrhundert bekannt.

Von der in den Jahrhunderten gewachsenen Leistungsfähigkeit, auch von der Kunst des Handwerks, zeugen die verschiedenartigsten historischen Relikte, Denkmäler und Bauwerke und besonders eindrucksvoll die zahlreichen Fachwerkhäuser in den Städten und Dörfern im Kreis.

Obwohl nach 1945 gerade auch das Handwerk durch den Wegfall des thüringisch-sächsischen Hinterlandes und damit durch den Verlust von wichtigen Geschäftsverbindungen bzw. Absatzmärkten besonders hart getroffen wurde, gelang im Zuge der allgemeinen Aufbau- und Konsolidierungsphase auch hier eine erfolgreiche Stabilisierung. Im März 1995 existierten 911 Handwerksbetriebe. Dabei stand das Metallgewerbe (Schlosser, Schmiede, Kfz-Mechaniker u.ä.) mit 365 Betrieben an erster Stelle vor dem Bau- und Ausbaugewerbe (Maurer, Zimmerer, Dachdecker u.ä.) mit 212 Betrieben. Es folgen der Gewerbebereich Gesundheit, Körperpflege und chemische Reinigung mit 126 Betrieben sowie das Nahrungsmittelgewerbe mit 122 Betrieben.

Die in den letzten Jahren - trotz wirtschaftlich schwieriger Lage - steigende Zahl der Auszubildenden im Handwerk zeigt in beeindruckender Weise den Willen der Meister, auch in Zukunft mit und durch junge Menschen die Jahrhunderte alte Leistungskraft des Handwerks im Werra-Meißner-Kreis weiterzuentwickeln.